Auf der digitalen Überholspur mit uTraxx.print 4.0

OKTOBER 2020

uTraxx.print 4.0

KI beschleunigt Innovation

Automatische Ausschiesser, die in Bruchteilen von Sekunden ermittelt werden, automatisch generierte QR-Code-Rechnungen und CO2-arme Programmierung und Produktion – uTraxx hat neue Tools in sein ERP-System integriert.

Analog war gestern. Längst hat die Digitalisierung auch die Druckindustrie verändert. Wer druckt noch Plakate und klebt sie auf Plakatwände? Ok, das gibt es noch. Immer häufiger aber erscheinen Werbebotschaften, selbst Nachrichten auf grossen Bildschirmen in Flughäfen und Bahnhöfen. Produktinformationen und Werbesprospekte werden nicht mehr gedruckt an die Kunden abgegeben, sondern sind im Internet als PDF herunterzuladen oder werden über Webseiten direkt aus Datenbanken dynamisch erstellt. An vielen Orten fliesst Wertschöpfung aus der grafischen Industrie ab. Das ist so. Aber ein wichtiger Punkt wird gerne vergessen: Egal, in welchem Medium sich eine Information präsentiert, der Mensch, den sie erreichen soll, hat sich nicht verändert. Und hier kommt die grafische Industrie ins Spiel: Sie kann nämlich mehr als vervielfältigen! Tatsächlich hat sich die Branche über mehrere Jahrhunderte eine profunde Kenntnis darüber erarbeitet, wie Informationen aufbereitet werden müssen, damit sie von einem menschlichen Gehirn schnell und umfassend aufgenommen werden können.

Normale Menschen lesen keine XML 

Nehmen wir die Gestaltung von Visitenkarten, Broschüren oder Rezeptkarten als Beispiel. Für solche Anwendungen hat uTraxx das bestehende Druck-ERP-System um eine Agenturlösung erweitert. Mit ihr lassen sich kreative und somit eher chaotische Prozesse abbilden, ohne dass dafür Programmierkenntnisse benötigt werden. Normale Menschen lesen keine XML. Sie arbeiten an Texten, Layouts oder an der Preisfindung – und das häufig parallel: Der Text ist noch in einer Rohfassung, am Layout wird noch gearbeitet wird, und der Endkunde steckt noch in der kreativen Entscheidungsphase. Damit solche Prozesse nicht aus dem Ruder laufen, visualisiert ein Kanban Board den Workflow. Es stellt die einzelnen Arbeitsschritte dar, macht sie dynamisch planbar, und behält dabei den Endtermin im Auge. Die Teammitglieder können gleichzeitig an den Teilabschnitten arbeiten und die Arbeitszeiten erfassen. Am Ende zeigt eine transparente Aufstellung, wer, wie lange, an welchem Prozess gearbeitet hat. Integriert werden auch externe Mitarbeiter, Teams und der Endkunde. Dieser sieht auch, wann z.B. die finale Entscheidung über das Layout oder die CI fällig ist, um den Endtermin zu halten. Eine transparente Rechnung bildet am Ende des Prozesses die Kosten ab. Mit dem uTraxx-ERP-System kann eine Agentur selbständig arbeiten. Eine Druckerei kann damit kreative Agenturprozesse wie Layout- oder Webentwicklung ebenso anbieten wie den klassischen Druck. 

ERP-System für grosse Druckereien – und für kleine 

Im Moment entstehen in den Industrien neue, dynamische Wertschöpfungsketten. Klar, es gibt die grossen Druckereien, die alles unter einem Dach anbieten wollen und darum eine sehr hohe Komplexität aufweisen. Es gibt aber mehr und mehr die kleineren Betriebe, die sich auf eine Nische spezialisieren und nur eine Kundschaft ansprechen, die genau nach dieser Spezialität sucht. Ein Ausweg aus diesem Nischendasein ist die Kooperation mit anderen Spezialisten und/oder einer klassischen Akzidenzdruckerei. In diesem Fall kann die Akzidenzdruckerei auch Spezialitäten anbieten und der Spezialist klassische Akzidenzen. uTraxx unterstützt den Verbund mehrerer Firmen mit ihrem Cross-Company-Modell: Die Firmen bieten Produkte gemeinsam an, die eigentliche Produktion findet aber immer dort statt, wo das Teilprodukt am effizientesten hergestellt werden kann. Auch in einem solchen Verbund wird die Komplexität relativ schnell so gross, dass sie via Excel-Listen nur unbefriedigend und niemals transparent und in Echtzeit abgebildet werden kann. Kommen Missverständnisse und Mails wegen Rückfragen dazu, ist der Vorteil der Kooperation schnell vertan. In so einem Fall kann die Anschaffung eines ERP-Systems in der Cloud die Grundlage für eine erfolgreiche Kooperation bilden. Kleine Firmen können dann mit denselben Tools, Technologien und Möglichkeiten der Automatisierung arbeiten wie Grossbetriebe. 

Der Ausschiesser – die Mutter aller gedruckten Produkte 

Ein Problem, das sich in der Branche seit Jahren verschärft, ist, dass Fachleute, die das Ausschiessen von der Pike auf gelernt haben, in den wohlverdienten Ruhestand gehen und dann das ganze Know-how urplötzlich weg ist. Eigentlich komisch, ist der Ausschiesser doch die Mutter aller gedruckten Produkte, ohne die im wahrsten Sinne nichts geht. Der Schritt des Ausschiessens legt fest, wie und in welchen Schritten das gewünschte Format produziert werden muss. Der Ausschiesser ist zugleich die einzige Grundlage, um eine fundierte Kostenberechnung zu erstellen, weil er sich unmittelbar auf Arbeitsschritte, Einrichtezeiten, Maschinenbelegung, Bogengrössen, Papierabfall, Beschaffung und damit ganz konkret auf den Preis des Endprodukts auswirkt. Im Gegensatz dazu erlaubt die Vorgabe eines bestimmten Falzschemas bestenfalls eine grobe Schätzung, aber niemals ein konkretes Angebot. 

KI vergleicht blitzschnell alle Varianten


uTraxx hat das erkannt und rechnet bei der Anlage eines neuen Druckauftrags alle möglichen Varianten auf allen vorhandenen Produktionsanlagen durch und vergleicht sie miteinander. Die von uTraxx installierte KI braucht einen Bruchteil von Sekunden, um zu ermitteln, wie die gewünschten Auflagen und Sorten, in welchem Verfahren, auf welcher Bogengrösse und Produktionsart zu den geringsten Gestehungskosten produziert werden können. Nicht selten schlägt die KI innovative Lösungen vor. Oder sie vergleicht den Preis für verschiedene Auflagen, falls sie noch nicht final definiert sind. Dann «gewinnt» beispielsweise die Digitaldruckmaschine für eine Auflage von 100 Stück, und die 70x100 Bogenoffset-Maschine ist der «Sieger» bei einer Auflage von 1000 oder mehr. Wo genau der Schnittpunkt zwischen Digital und Offset liegt, richtet sich im Wesentlichen nach der Art des Auftrags, aber auch nach dem Automatisierungsgrad der betreffenden Produktionsanlagen. Oft verschiebt sich der Schnittpunkt nach der Installation einer neuen Produktionsanlage. Während der Mensch dann noch immer mit den alten, antrainierten Erfahrungswerten rechnet, findet die KI von uTraxx den günstigsten Produktionsweg und damit den perfekten Ausschiesser.



Weniger Fehler dank standardisierter Produktion 

Ist der Ausschiesser gefunden, fliesst die Information direkt via JDF-Stripping in den nachgelagerten Workflow und damit in die Produktion. Mit dem automatisierten Ausschiessverfahren entfällt die mühsame und häufig fehlerhafte Rekonstruktion von Ausschiessern. Ganz im Gegenteil wird die Produktion so standardisiert: Egal, wer den Auftrag erfasst, die KI findet für denselben Fall immer denselben Produktionsweg, auch die nachgelagerten Produktionsschritte bei der Verarbeitung werden vereinheitlicht. Die 16-Seiten-Broschüre durchläuft dann die identischen Produktionsschritte wie die 32-Seiten-Broschüre – und das, obwohl verschiedene Mitarbeiter mit verschiedenen Erfahrungen und Vorlieben diese Produkte kalkulieren. Fehler beim Schneiden, Falzen, Binden und teure Umrüstzeiten von einer Falzart auf die andere werden minimiert, ohne dass dafür neue Arbeitsanweisungen oder Trainings nötig wären.

QR-Code-Rechnungen für den Schweizer Markt

Aktuell stellt die Schweiz vom alten Einzahlungsschein (ESR) auf die neue QR-Code-Rechnung um. In einigen Monaten wird der alte ESR nicht mehr verwendet. Dann kann eine Rechnung mit QR-Code mit einer Smartphone App oder einem anderen Lesegerät direkt mit allen Informationen eingelesen, zur Zahlung angewiesen und in der Buchhaltung verbucht werden. uTraxx kann QR-Code-Rechnungen automatisch generieren und legt so die Grundlage, dass die Kunden ihre Rechnungen schnell, effizient und ohne Tippfehler verarbeiten können. Bestehende Kunden können dieses neue Tool bestellen und in ihr System aufnehmen. In neuen Systemen ist der QR-Code als Standard integriert. Interessant ist das Feature für Schweizer Kunden von uTraxx-ERP-Systemen sowie für uTraxx-Kunden, die Aufträge für Schweizer Kunden produzieren und verrechnen. 

Energie sparen und CO2-Ausstoss kompensieren

Corona hat die CO2-Diskussion zwar etwas in den Hintergrund gedrängt, dieses Thema wird uns aber noch viel länger beschäftigen. Wir befinden uns an der Schwelle zu einem Umbruch, der jede produzierende Industrie beschäftigen muss. Auch die Software-Lieferanten sind gefordert. Vielen ist nicht bewusst, dass auch Software Energie verschwenden kann – oder eben nicht. uTraxx programmiert seit langem CO2-optimiert. Konkret bedeutet das, dass der Code so effizient wie möglich geschrieben ist, was unnötige Rechenleistung und damit Energieverbrauch vermeidet. In der Produktion ist CO2-Vermeidung ebenfalls ein Thema. uTraxx hat den Klimaschutzgedanken in ihre Software integriert: Jede Druckerei kann bei jedem Auftrag den CO2-Aufwand genau beziffern und über eine Online-Anbindung an bekannte Portale, wie z.B. ClimatePartner, den Preis für die Kompensation abrufen, transparent auf der Rechnung ausweisen und dem Endkunden angeben, welches Klimaprojekt mit der Abgabe unterstützt wird. Die Rechnung für die Kompensation wird direkt mit dem Partner abgerechnet, sobald aus dem Angebot ein Auftrag wird. Ein Endkunde kann wählen, welches Projekt in welchem Land finanziert werden soll. Gleichzeitig kann die Druckerei jederzeit Auskunft geben, wie viele Tonnen CO2 sie emittiert und kompensiert hat und wie viel Kompensationsbeiträge in welche Projekte geflossen sind. Mit wenigen Klicks kann eine detaillierte und transparente Aufstellung und Abrechnung generiert werden. Sie kann als Nachweis für Kontrollbehörden genutzt werden oder als Beleg im Jahresbericht für Aktionäre und Kunden. 


Agenturlösung, Cross Company, automatischer Ausschiesser, CO2-Vermeidung: Mit den neuen Tools im ERP-System ist uTraxx auf der digitalen Überholspur – und die Kunden sind es auch. 


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